Mischungen

Das Fachwissen von Otto Hauenstein Samen wird ständig weiter entwickelt durch den engen Kontakt mit Fachleuten auf der ganzen Welt, mit Kunden und bei Objektbesichtigungen vor und nach der Ansaat. Diese Praxiserfahrung wird erweitert durch die Anlage von Einzelsortenversuchen und Mischungskombinationen an den drei OHS-Standorten in Rafz, Oftringen und Orbe. Für die Entwicklung von Hochlagen-, Dach- oder Wildblumen-Mischungen macht Otto Hauenstein Samen zudem noch an ausgewählten Extremstandorten externe Versuche. Dies auch in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Privatwirtschaft oder mit öffentlichen Institutionen.

Das Know-how wird laufend ergänzt durch den ständigen Kontakt mit ausländischen Züchtern und Sortenprüfanstalten sowie der Teilnahme an internationalen Seminaren. Somit stecken in den bewährten OHS-Samenmischungen dieses gesamte Wissen und die jahrzehntelange Erfahrung für wachsenden Grünflächenerfolg.

Für Rasennutzung sind nur wenige Arten geeignet. Das wichtigste Kriterium ist die Verträglichkeit gegenüber regelmässigem Tiefschnitt und Krankheiten. Verschiedene Arten haben einen tiefsitzenden Vegetationspunkt (z.B. Lolium perenne) oder bilden unterirdische Ausläufer (Poa pratensis). Unterirdische Ausläufer bringt zusätzlich eine hohe Regenerationskraft in den Rasen.

Monokulturen, das heisst Reinbestände einer einzigen Sorte, können nur auf dem ihnen genau zusagenden Standort gedeihen. Sie sind aber meist sehr krankheitsanfällig und entsprechend pflegeintensiv sowie umweltbelastend, wenn Fungizide eingesetzt werden müssen. Durch das Mischen verschiedener, zueinander passender Grasarten und -sorten lässt sich ein Ausgleich schaffen.
Ein Rasen besteht in der Regel aus drei bis vier Grasarten. Komplizierte, sogenannte „Sicherheitsmischungen“ sind nur unter speziellen, stark wechselnden Bedingungen bei grossflächigen Begrünungen sinnvoll, weil ansonsten auch der Prozentanteil der gut geeigneten Arten vermindert wird. Gute Mischungen enthalten zudem mehrere Sorten von der gleichen Art. Dadurch wird die Anpassungsfähigkeit der Mischung an unterschiedliche Standorte verbessert.

Die gleiche Mischung ergibt nicht überall denselben Bestand. OH-Super mit den Arten Lolium perennePoa pratensis und Festuca rubra ssp. wird sich bei guter Pflege, auf durchlässigem Boden und bei Trittbelastung eher zu einer Poa pratensis-Dominanz entwickeln. Bei tiefem Pflege- und Düngerniveau dagegen und ohne Beanspruchung entsteht eher ein Festuca-Magerrasen. Die Auswahl der einzelnen Komponenten richtet sich nach der Benutzung (Zier- oder Sportrasen) Bodenart (sandig/durchlässig oder schwer) Klima, beabsichtigte Dünge- und Pflegeintensität, sowie der Schnitthöhe. Das Verhältnis der Gewichtsprozente in der Mischung richtet sich nach der Keimgeschwindigkeit, der Auflaufrate und dem Verdrängungsvermögen der einzelnen Sorten.

Bacillus subtilis

Natürlicher Schutz gegen Krankheiten

Das Bakterium Bacillus subtilis siedelt sich im Wurzelbereich von Gräsern an. Es ernährt sich von Wurzel-Ausscheidungen und ummantelt die Gräserwurzeln mit einem Schutzschild. Das Bakterium scheidet Stoffe aus, welche die Ausbreitung von Schadpilzen erwiesenermassen hemmen. Entsprechend schwer haben es Pilze, die Wurzel zu befallen oder zu zerstören. Die Pflanzen werden somit widerstandsfähiger gegenüber Schadorganismen. 


Im Verlaufe der Zeit stirbt Bacillus subtilis im Boden ab. Entsprechend wichtig ist es, dass die Gräser in regelmässigen Abständen mit neuen Bakterien versorgt werden. Bacillus subtilis wurde zu diesem Zweck  den Rasendüngern und Nachsaatmischungen beigemengt - In Kombination mit Dünger und Nachsaat  entfaltet der natürliche Schutzschild seine ganze Kraft! 

Produkte mit Bacillus subtilis:
Rasen-Floranid - für belastete Rasenflächen
Fertilis Speed - feinkörniger Volldünger
Fertilis Swing NK - feinkörniger Unterhaltsdünger

OH-Topsaat-Turbo
 - die Top Nachsaatmischung, mit Bacillus subtilis

* Bacillus subtilis ist ein nützlicher Bodenorganismus, der über komplexe Wirkungsmechanismen die Keimung des Saatgutes stimuliert und die Widerstandskraft der empfindlichen Keimwurzel gegenüber bodenbürtigen Krankheiten wie Phythium, Rhizoctonia und Fusarium erhöht. Somit wird eine schnelle, sichere und gesunde Keimung ermöglicht; die junge Graspflanze kann dem Erregerangriff schneller „entwachsen“ und sich früher zu einer dichten und belastbaren Grasnarbe etablieren.